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Interview

Jörg Heitsch stellt sich vor

Wie sind Sie zur Kunst gekommen?

Gute Frage – eigentlich habe ich immer schon gemalt, bereits als Kind und mit 16 war mir klar, dass Kunst in meinem Leben eine große Rolle spielen wird.

Wie kam es zur Gründung der Galerie?

Die Gründung der HEITSCH GALLERY kam 1994 zeitgleich mit dem KUNSTNETZWERK in München am Gärtnerplatz nach einem längeren Aufenthalt in San Francisco, wo ich die Erfinder des Internet kennengelernt habe. Neben der Kunstgalerie habe ich auch noch einen Verlag, eine Agentur und ein Kunstgeschäft betrieben, das eigentlich schon früher, mit dem Akademieladen direkt in der Münchner Kunstakademie begonnen hatte. Dort standen alle Künstler, die auch wirklich etwas gemacht haben, Schlange. Ich war dadurch immer informiert wo was läuft und hatte damit schon in jungen Jahren ein gutes Netzwerk. 

Was schätzen Sie besonders an Ihrem Beruf als Galerist?

Besonders gefällt mir, dass ich mit den unterschiedlichsten Menschen zu tun habe. Sowohl reich, als auch arm und aus den verschiedensten Nationalitäten und Gesellschaftsbereichen. Das Schönste ist, dass ich mich mit den Leuten immer wieder an dem Punkt treffe, wo es um den Inhalt geht, um den Sinn und die Möglichkeit, Ideen aus der Welt der Ideen in die Wirklichkeit zu holen.

Wie würden Sie das Konzept der Heitsch Gallery beschreiben?

Da ich ja direkt aus der Kunst komme, bin vom Herzen her Künstler. Als solcher habe ich eine eher minimalistische, konkrete Ausrichtung, deswegen liegt auch ein Schwerpunkt des Galerieprogramms auf Minimalismus und Op-Art. Dieser Schwerpunkt polarisiert mit einer Richtung der Malerei, die ich schon immer bewundert habe, dem Hyperrealismus mit seinen Ursprüngen in der Renaissance- und Barockmalerei und bei den alten Meistern – von Dürer bis Rubens. So konnte ich nie malen, deswegen hat mich das immer fasziniert und es stellt einen deutlichen Gegensatz zum Minimalismus dar, was ich sehr spannend finde. 

Ich denke, das Konzept der HEITSCH GALLERY liegt eindeutig in diesem ganz persönlichen Zugang, also dem Schwerpunkt auf Kunstrichtungen, die ich besonders schätze: Op-Art, die in Grenzbereiche von visioneller Wahrnehmung führt und Pop-Art, als einer Kunst des Alltags und des Figurativen. (P)OP-ART sozusagen.

Welches Ziel verfolgen Sie mit der Heitsch Gallery?

Die ideelle Seite der Kunst mit der praktischen zu verbinden, also im Wesentlichen, Kunst und Leben miteinander zu verbinden. 

Wie hat sich die Arbeit über die Jahre verändert?

Der Kunstmarkt hat sich stark verändert, weil international sehr viel Geld im Umlauf ist. Es gibt immer mehr Galerien, immer mehr Messen und damit auch eine Verwässerung von Inhalt und Qualität.

An welchen Projekten arbeiten Sie zur Zeit?

Grundsätzlich ist es mir sehr wichtig, mit meiner Arbeit als Galerist eine Verbesserung von Inhalt und Qualität in der aktuellen Kunst herbeizuführen.

Ein konkretes Projekt ist momentan zum einen die SKULPTURALE. Das ist eine Biennale für Skulpturen mit dem Ziel, zeitgenössische Skulpturen in einen internationalen Kontext, einen Dialog mit dem Zeitgeist zu stellen.

Zum anderen arbeite ich am NEW MASTERS Konzept. Hier stehen zeitgenössische Künstler in einem Dialog mit der Kunstgeschichte, wie aktuell zum Beispiel Henning von Gierke im Museum Angerlehner.

Heitsch Gallery

Team

Daniel Pizarro

Daniel Pizarro Assistant Director Tel: +49 89 269 49 11 0 E-Mail: daniel@heitschgallery.com