• SKULPTURALE. Kommunikation in Linie, Form & Raum
  • Über die Ausstellung
  • SKULPTURALE. Kommunikation in Linie, Form & Raum

    Die Ausstellung in den Räumlichkeiten direkt am Gärtnerplatz findet zeitgleich zur SKULPTURALE Krefeld 01 statt. Kuratiert von Jörg Heitsch und geplant unter immensem logistischen Aufwand, ist dies die größte temporäre Skulpturenschau Europas. Anlässlich des 25jährigen Jahrestages der Eröffnung des Golfplatzes an der Elfrather Mühle richtet der Golfclub in Zusammenarbeit mit der HEITSCH GALLERY bis zum 31. Oktober diese monumentale Skulpturenschau aus.

    • Künstler der Ausstellung 
    • Albert Paley

      Albert Paley, der seit über 40 Jahren in seinem Atelier in Rochester New York arbeitet, ist der erste Metall Bildhauer, der die begehrte "Institute Honor" erhalten hat, die vom American Institute of Architects verliehen wird. "Die Faszination von Paleys Kunst beruht auf seinem intrinsischen Gefühl der Integration von Kunst und Architektur", wie ein Architekt sagte. Paley, ein angesehener Professor, hat einen Stiftungslehrstuhl am College of Imaging Arts and Sciences am Rochester Institute of Technology inne.

      Sowohl von öffentlichen Institutionen als auch von privaten Firmen beauftragt, hat Paley mehr als 50 ortsspezifische Arbeiten verwirklicht. Einige bemerkenswerte Beispiele sind die Portaltüren für die Renwick Galerie der Smithsonian Institution in Washington DC, ein zeremonieller Torbogen in Philadelphia, die Portal Gates für die New York State Senat Chambers in Albany, Sentinel, eine monumentale Skulptur für das Rochester Institute of Technologie, sowie eine 65 Fuß große Skulptur für den Eingangsbereich von Bausch and Lomb's Hauptsitz in Rochester, NY. Zu den kürzlich abgeschlossenen Arbeiten gehören drei Skulpturen für die Nationalhafen-Entwicklung in der Nähe von Washington DC, ein Torbogen namens Animals Always für den St. Louis Zoo, ein Tor für die Cleveland Botanical Gardens in Cleveland, OH, ein skulpturales Relief für Wellington Place, Toronto, Kanada, eine Skulptur für die Konzernzentrale von Klein Steel, Rochester, NY sowie ein zeremonieller Eingang für die Iowa State University in Ames.

      Zahlreiche Werke von Albert Paley befinden sich in den ständigen Sammlungen großer Museen, darunter das Metropolitan Museum of Art in New York, das Museum of Fine Arts in Boston, das Museum of Fine Arts in Houston und das Victoria and Albert Museum in London.

      Paley erhielt die Ehrendoktorwürde von der University of Rochester im Jahr 1989, der Staatlichen Universität New York in Brockport 1996, der St. Lawrence University im Bundesstaat New York im Jahr 1997 und der Universität Göteborg in Schweden im Jahr 2012.

      Herbert Mehler

      Herbert Mehlers amorphe Stahlskulpturen verweisen auf archaische Urformen der Natur und Geometrie. Assoziationen an Pflanzen, Blüten und Knospen werden wach. „Ich glaube, jeder trägt einen Kanon der Urformen in sich, die kulturübergreifend in der menschlichen Wahrnehmung verankert sind“, so Mehler. Der Künstler verbindet Organisches mit Tektonischem – so erinnert allein die lamellenhafte Oberfläche seiner Objekte an Baumrinde, aber auch an antike Säulen. Sanfte Schwünge dynamisieren die Skulpturen und laden sie energetisch auf. Als eine Metapher auf organische Wachtumsprozesse und die Energie des Lebens laden Mehlers harmonische, formschöne Skulpturen zu meditativer Ruhe und Kontemplation ein.

      Moto Waganari

      Lutz Wagner aka Moto Waganari entwirft transparente Gitternetz-Skulpturen, die sich als schwerelose Körperhüllen vor dem Auge des Betrachters abzeichnen. Inszeniert als Lichtinstallationen werden die dreidimensionalen Figuren um ein zweidimensionales Schattenbild erweitert und erhalten ein immaterielles Alter Ego. Seine Wesen visualisieren eine surreale Parallelwelt, die voller Rätsel und Überraschungen steckt. Moto Waganaris raffinierte Kunstwerke bestechen durch formale Schönheit und filigrane Leichtigkeit.

      Yoshiyuki Miura

      Yoshiyuki Miuras Werke lassen sich als ordnender Eingriff in das allgegenwärtige Chaos begreifen. In seinen Skulpturen und Rauminstallationen reflektiert der japanische Künstler das Verhältnis von Raum und Zeit. Er lotet Kraft und Gegenkraft aus und bringt sie in einen harmonischen Zustand von Spannung und Ausgleich. Miura kreiert Objekte, die sich durch eine außergewöhnliche Ästhetik, Einfachheit und Präzision auszeichnen und die mit der Wahrnehmung von Dreidimensionalität spielen.

      Liechennay

      Liechennay war bereits seit frühester Kindheit und Jugend kreativen Prozessen ausgesetzt, so war seine Mutter als Goldschmiedin in Indonesien tätig und in seinem Heimatland begann er eine erfolgreiche Karriere als Innenarchitekt, bevor er sich ganz seinen Skulpturen widmete. Diese wurden über die Jahre immer komplexer. Er träumte davon, große Skulpturen anzufertigen und mehrere Skulpturen Projekte wurden realisiert. Der Künstler erweiterte dann seinen künstlerischen Horizont, engagierte sich in internationalen Projekten und stellte seine Werke auf internationalen Kunstmessen aus.
      Zur Zeit arbeitet er an verschiedenen Projekten, so entwirft er eine große Baumskulptur für ein Luxus Hotel in Indonesien. Darüber hinaus plant er Einzelshows in Australien und Amerika, wo er seine Werke bereits seit vielen Jahren ausstellt.
      Seine Arbeiten sind inspiriert von der Natur und dem Leben, von Formen und Gestalten von denen er umgeben ist.
      Er kreiert hoch ästhetische Werke, die ein Gefühl der Ruhe und Ewigkeit vermitteln. Liechennay transformiert meisterhaft sein Hauptmaterial Stahl in fließende und lebendige Formen. Der Künstler fügt tausende Teile aus rostfreiem Stahl ineinander, bis die endgültige Skulptur entsteht.
      In den letzten Jahren hat Liechennay international Bekanntheit erlangt und seine Skulpturen sind Teil wichtiger öffentlicher und privater Sammlungen.

      Jürgen Paas

      Jürgen Paas schafft Kreise, Rechtecke, Quadrate, Kuben und übersetzt sie in ein offenes Malereisystem, das Einzelaspekte wie Farbe, Form und Raum befragt. Hierbei verbindet er Systematik und Ordnung mit Zufall und Regellosigkeit, die sich in einer äußerst variantenreichen und sinnlichen Materialmalerei äußert. Auf die Wand gemalte, geklebte und montierte verschiedenfarbige Figurationen stehen im Dialog mit den darauf oder daneben platzierten Archivsystemen aus Halterungen, Farbtafeln oder Farbbändern. Das Zusammenspiel regelmäßiger geometrischer Formen suggeriert einen rhythmischen Raumklang, der im Kontext synästhetischer Wahrnehmung ein polyphones Gesamtkunstwerk zur Anschauung bringt.

      Angela Glajcar

      Angela Glajcar verbindet Gegensätze. Ihre Papierskulpturen schweben frei im Raum oder bilden massive Blöcke. Sie wirken vom Material her leicht und zart, zeigen aber eine starke skulpturale Präsenz. Terforation nennt Angela Glajcar die Kuben aus weißen Papieren. Ihre streng geometrische Form wird aufgebrochen durch gerissene Kanten oder verschieden große Öffnungen. Durch die Staffelung der Papiere entstehen Hohlräume von einer enormen räumlichen Tiefe. Licht und Schatten machen diese lebendig. Assoziationen an gezackte Grate und das Innere tiefer Höhlen, an Gletscher- oder Felsformationen werden wach. Der Betrachter taucht ein in faszinierende Räume von vollkommener Harmonie und Ruhe.

      Antonio Marra

      Antonio Marras abstrakte Arbeiten üben durch ihren verblüffenden Wandel von Form und Farbe eine außergewöhnliche Faszination aus. Jedes seiner multi-perspektivischen Gemälde enthält stets mehrere Bilder, die sich als ein lebendiges, bewegtes Kaleidoskop mit jedem Schritt verändern. Marras Kunst wird zum überraschenden Erlebnis, indem sie uns einzigartige visuelle und räumliche Effekte erfahren lässt. Der Maler hat zu einem ganz eigenen Stil gefunden, der die Techniken von Op-Art und Orphismus reflektiert und durch neue Varianten erweitert.

      Roland Helmer

      Seit den 60er Jahren entwickelt Roland Helmer seine konstruktiv- konkreten Arbeiten mit größter Konsequenz. Sein abstrakt- geometrisches Frühwerk zeigt klare Formen, ruhige Flächen und beschränkt sich auf maximal 7 oder 8 leuchtende Farben. Die Formenvielfalt reduziert sich im Spätwerk auf schmale und breite Linien in einem senkrechten und waagrechten Bildaufbau. Die Farbpalette erweitert sich bei bestimmten Themen durch Abmischungen und Untermalungen mit weiß und schwarz.

      Udo Nöger

      Nögers Ziel ist es, die Lumineszenz von Farbe zu zeigen. Er ist bekannt für seine monochromatischen grauen Arbeiten, die erscheinen, als würden sie selbst Licht ausstrahlen. Nöger erreicht diesen Effekt, indem er mehrere Bahnen Stoff oder Leinwand auf einen Rahmen spannt, die wiederum vorher bemalt oder beschnitten wurden. Deshalb wirken die Arbeiten an manchen Stellen lichtdurchlässiger als an anderen. Nöger ist auch dafür bekannt, die Stoffunterseite zu bemalen und Materialien unterschiedlicher Stärke und Opakheit zu verwenden.

      Udo Nögers Gemälde, auf den ersten Blick ein gestischer Abstrakter Expressionismus, der in eine subtilere, leuchtende Palette blasser Silber- und Grautöne, Weiß und gebrochenes Weiß übergeht, verändern sich wenn der Beschauer seinen Standpunkt vor ihnen ändert sowie bei wechselndem Lichteinfall.

      Udo Nöger besuchte die Fachhochschule Bielefeld und studierte anschließend in Paderborn, Berlin und Spanien. Als Stipendiat des Heinz Nixdorf Instituts verweilte er u.a. in New York, NY und Denver, CO.

      Jessus Hernandez

      Jessus Hernandez lebt und arbeitet in Südkalifornien. Architektur und Natur konvergieren in seinen Kreationen, in denen lebendige Farbe, lineare Formen, Dimension, Licht und Raum zusammenfließen, um eine geometrische abstrakte Kunstform in einer Vielzahl von überlagerten Perspektiven zu schaffen. Immer fasziniert von der Platzierung von Formen und Linien im Stadtbild, entwickelte er eine Liebe zum architektonischen Design, das zur Grundlage seiner künstlerischen Visionen wurde.

      Dirk Salz

      Dirk Salz arbeitet an Gemälden, deren auffälligstes Merkmal ihre hochglänzenden Oberflächen sind. Diese kommen durch den Einsatz mehrschichtig aufgetragener, mit Pigmenten versehener Epoxidharze und die Versiegelung mit Polyurethanlack zustande. Die Bilder von Dirk Salz zielen immer auf die Erfahrung der Zeitlichkeit des Sehens. Sie fordern einen aktiven Betrachter, der sich die Zeit nimmt, sich vor den sich zunächst verschließenden Arbeiten hin und her, vor und zurück zu bewegen, den Blick jeweils neu zu fokussieren, um sich so langsam ihre Komplexität zu erschließen. Reflexion ist bei diesen Arbeiten also in zweierlei Form im Spiel: optisch als die Spiegelungseigenschaft der Bildoberflächen, rezeptionsästhetisch als die Reflexion des Betrachters auf seine eigene Seh-Erfahrung.

      Rudolf Burda

      Rudolf Burda wurde 1973 in der tschechischen Industriestadt Mladá Boleslav, im Herzen Europas geboren. Von 1987 - 1991 studierte Rudolf Burda an der Hochschule für Angewandte Kunst in Turnov im Hauptfach Schmiedekunst. Von 1992 bis 1993 absolvierte er ein Praktikum in Kalifornien und eröffnete anschließend sein eigenes Atelier zuhause in Tschechien. 2010 entdeckte er seine Faszination für Glas und fertigt seitdem mundgeblasene Glasobjekte und Skulpturen.

      Marck

      Die Videoskulpturen des Schweizer Künstlers MARCK sind mehr als eine simple Kombination von Video und Skulptur: Sie sind die logische Folge einer intensiven Auseinandersetzung MARCKs mit Filmen und Videos, multimedialen Projekten, Perfomances, Musik und skulpturalen, kinetischen Objekten. Zentraler Aspekt in MARCKs Werken ist die Auseinandersetzung mit dem Menschen und seiner Gefühlswelt – die Suche nach einer Verknüpfung zwischen äußeren Einflüssen und inneren Zuständen.

      Roman Klonek

      Roman Klonek repräsentiert in der zeitgenössischen Kunstszene, die von der Vielfalt der digitalen Möglichkeiten stark beeinflußt ist, als einer der herausragendsten Künstler die traditionelle Drucktechnik „Holzschnitt“. Betrachtet man Kloneks Werk, erkennt man rasch seine Vorliebe für sehr reduzierte Formen und oft tierähnliche Wesen, die zuweilen an die Geburtsstunde des Comics erinnern. Die Charaktere, die Kloneks Welt bevölkern, sind alles andere als Superhelden. Vielmehr könnte man sie als Versuchskaninchen bezeichnen, die im Labor des Zeichners auf ihre Bestimmung warten. Dieser hält die Fäden in der Hand, stellt seinen Protagonisten Fallen, legt Fettnäpfchen aus und beobachtet dann, gemeinsam mit dem Betrachter, was wohl passiert.

    • Pressetext 
    • In der Galerie präsentieren wir nun kleinere Arbeiten und Zeichnungen besagter Künstler, die den großformatigen Werken in Krefeld hinsichtlich ihrer Wirkung in keinster Weise nachstehen. Verbindendes Element aller Arbeiten ist die Linie, ondulierend und arabesk bei Albert Paley, fließend und ausgewogen bei den Arbeiten des balinesischen Bildhauers Liechennay. Herbert Mehlers amorphe Stahlskulpturen verweisen auf archaische Urformen der Natur. Durch die sanft geschwungene, lamellenhafte Oberfläche werden Assoziationen an Pflanzen, Blüten und Knospen geweckt. Moto Waganaris 3D-gedruckte Gitternetz-Skulpturen sind auch das Wesentliche, auf die Linie reduziert. Sie gibt der Skulptur ihre Form, bildet ein internes Raster, das die Arbeit tektonisch zusammenhält und dem Schatten räumliche Tiefe verleiht und ihn dadurch lebendig erscheinen lässt.

      Neben diesen Künstlern präsentiert Jörg Heitsch eine Auswahl zeitgenössischer KünstlerInnen, die sich sowohl inhaltlich als auch formal mit den Parametern Linie, Form und Raum beschäftigen.

      Angela Glajcar (DEU) // Yoshiyuki Miura (JPN) // Christiane Grimm (DEU) // Jürgen Paas (DEU) // Dirk Salz (DEU) // Marco Casentini (ITA) // Antonio Marra (ITA) // Roland Helmer (DEU) // Udo Nöger (DEU) // Rudolf Burda (CZ) // MARCK (CH)

      Gerissene Papiere mit weichen Kanten bei Angela Glajcar, gespannte, partiell lackierte Nyonfäden bei Yoshiyuki Miura, fein nuancierte Übergänge der Harze bei den Objekten von Dirk Salz – unterschiedlicher könnte die Auseinandersetzung der Künstler mit dem Thema „Linie, Form & Raum“ überhaupt nicht sein. Dadurch entsteht ein anregender Dialog zwischen den einzelnen künstlerischen Positionen.

Kunstwerke der Ausstellung

Mit Arbeiten von Albert Paley, Herbert Mehler, Moto Waganari, Yoshiyuki Miura, Liechennay, Jürgen Paas, Angela Glajcar, Antonio Marra, Roland Helmer, Udo Nöger, Jessus Hernandez, Dirk Salz, Rudolf Burda, Marck, Roman Klonek