• Über die Ausstellung
  • New Masters

    • Künstler der Ausstellung 
    • Craig Alan

      Geboren 1971 in San Bernardino in Kalifornien führte der Weg von Craig Alan in jungen Jahren nach New Orleans und schließlich an die Universität von Alabama. Schon als Student erregte er Aufsehen. Preise und Auszeichnungen für seine künstlerischen Arbeiten bedeuteten keinen Stillstand, sondern vielmehr Anreiz, neue Ausdrucksformen in der Mixed-Media-Technik zu entwickeln. Ausgangspunkt seiner auf Holz und Leinwand realisierten Werke sind zunächst eigene Fotoaufnahmen von Menschengruppen. Durch aufwendige Bildauflösungen und optische Veränderungen entstehen anschließend unterschiedliche Choreografien, die oft Porträts bedeutender Künstlerpersönlichkeiten zum Vorbild haben.

      Andrea Bender

      Die großformatigen Gemälde von Andrea Bender, die bei Jörg Immendorff und Dieter Krieg in Düsseldorf studierte, entführen uns mit viel Sarkasmus und Ironie in die Abgründe der bürgerlichen Gesellschaft. Glamouröse Barockarchitekturen werden von seltsam unförmigen Putten bevölkert, die den Betrachter herausfordernd anschauen. Die androgynen Wesen lassen erahnen, dass die betörende Pracht und augenscheinliche Idylle der Szenerien trügen.

      Henning von Gierke

      Seit Jahren begeistert der Münchner Maler Henning von Gierke ein internationales Publikum mit seiner realistischen Malweise. Er hinterfragt in seinen Arbeiten unser Dasein im Kontext von Natur, Religion und Philosophie. Die klassischen Themen der Mythologie, des Christentums und der Religionen gehören ebenso zu seinem umfangreichen Oeuvre wie Portraits, Stillleben oder Interieurs. Nicht nur als Maler, auch als Regisseur und Bühnenbildner ist von Gierke weltweit gefragt. Für seine Filmausstattungen wurde er mit dem deutschen Filmpreis in Gold und dem silbernen Bären ausgezeichnet.

      Matej Košir

      Matej Košir ist ein Meister der Täuschung. Sein Labor ist das Bildarchiv der Kunstgeschichte. Als Grenzgänger der Kunstgattungen baut er die gemalten Stillleben bekannter Altmeister als Skulpturen nach, um sie anschließend in das moderne Medium der Fotografie zu übertragen. Was ist nun Original und was Reproduktion? Der slowenische Künstler hinterfragt unseren Umgang mit kunsthistorischen Meisterwerken im Zeitalter massenmedialer Reproduzierbarkeit. Und zeigt wie Ikonen der Kunstgeschichte zum zuckersüßen Fetisch werden.

      Matej Košir is a master of illusion. His laboratory is the image archive of art history. Crossing the genres of art he transforms the still lifes of famous old masters into sculptures and reproduces them by the modern medium of photography. Now, which one is the original and which one the copy? The Slovenian artist questions how we perceive and deal with those masterpieces in the age of mass media and mass reproduction - and he reveals how icons of art history become sickly-sweet fetishes.

      Luciano Longo

      Luciano Longo widmet seine gesamte künstlerische Tätigkeit dem Stillleben. In seinen Werken ist eine Entschleunigung zu spüren, die nicht nur in der feinen Ölmalerei erkennbar wird, sondern vor allem in der Liebe zum Detail. Diese Entschleunigung wird auch vom Betrachter erwartet, der die Werke sorgfältig und detailgenau betrachten muss. So eröffnet sich dem Gegenüber eine Reflexion über den Lauf der Zeit, dessen langsamen aber unaufhaltsamen Einfluss auf alles Körperliche und somit die Vanitas. Die Natur wird dadurch in eine perfekte Metapher verwandelt.

      Luciano Longo devoted all his poetry to still lives. There is in his artworks a performing care typical of a slowness of painting, imposed not only by the same technique of oil painting, but by a love for details that sets this artist in the wake of the great masters who preceded him. A slowness, which is also expected by the spectator, who needs a rather careful reading of the artwork. It originates a reflection on the passage of time, its slow and inexorable act on matter and, therefore, the meaning of life as testified by the vanitas. The nature, inexhaustible source of inspiration to express the sense of becoming, is transformed into the perfect metaphor. In Longo`s research, the desire to create a meditated art remains intact, a result of a careful analysis of the effects of light on objects and optical principles of perspective.

      Luciano Longo está especializado en la naturaleza muerta y en los bodegones. En sus obras de artes se puede respirar la tranquilidad y lentidud del entorno, que no sólo se puede notar en su técnica con la pintura al óleo, sino también sobre todo en su pasión por atrapar el más mínimo detalle. Esa calma de sus cuadros es automáticamente percibida por el público, el cual de forma minuciosa y detallosamente tiene que examinar. Así se abre al espectador una reflexión sobre el tiempo, así como la importancia del significado de la vida, simbolizada exquisitamente en sus vanitas. La naturaleza se trasnforma de esa forma en una perfecta metáfora de la vida y el imparable paso del tiempo.

      Bas Meeuws

      Bas Meeuws ist ein junger Fotograf, welcher das traditionelle holländische Genre der Blumenstillleben neu inszeniert. Wie die Alten Meister komponiert er seine Werke Blüte für Blüte in voller Pracht. Das Resultat ist eine collagenhafte Fotografie, welche sich jenseits alles Vergänglichem bewegt. In seinen Blumenstücken vereint der Künstler so seine Hauptinteressen: Schönheit, Natur, technische Herausforderung, Ikonographie und Kunst. Mit all ihrer perfekten, jedoch digitalen Schönheit lassen die Werke den Glanz des niederländischen Goldenen Zeitalters neu erstrahlen.

      Medardus

      Der Künstler Medardus, der mit vollem Namen Camille Medardus Hagner heißt, entwickelt seine Gemäldezyklen mittels Spurensuche in der Vergangenheit. Für seine Ölgemälde kombiniert der Künstler Motive historischer Gemälde oder Fotografien mit eigenen Bildimaginationen und Geschöpfen sowie zeitgenössischen Themenbereichen aus Technik oder Raumfahrt. Medardus erschafft ambivalente, fremdartige Bildräume in denen Mensch, Tier und Maschine zu zeitlosen Ansichten verschmelzen. Der Maler lebt und arbeitet in der Schweiz.

      Nashun Nashunbatu

      Vor den Bildern empfinde ich die gewaltige Nähe einer Landschaft unendlicher Weite, Räume dramatischer Einsamkeit und Vertrautheit. In ablesbaren Ausprägungen einer sich wandelnden Entwicklung unseres Planeten erlebe ich die Mongolei als fantastische Erdgeschichte in Wundern, die nur von der erlebten Größe und Weite dieses Landes übertroffen wird.
      In den Bildern erscheint Herkunft im Dialog mit Heimat in traumhafter Vertrautheit. schweigend im verhallenden Sein. Das Verwundern eines Kindes im Anblick im gefassten Augenblick auf eine wirkliche Welt, in Traumbildern gebannt.

      Text von Günter Uecker aus Huldigung an Nashun Nashinbatu


      In front of the paintings, I feel the powerful nearness of a landscape of infinite vastness, spaces of dramatic solitude and intimacy. In legible forms of a changing development of our planet, I experience Mongolia as a fantastic and marvelous history of the Earth which is only excelled by the experienced largeness and vastness of that country. In these pictures, provenance and a feeling at home are in a wonderful intimate dialogue with each other, quietly fading away in existence. The amazement of a child looking in a moment of calm at a real world, spellbound in visions.

      Text from Günter Uecker, Homage to Nashun Nashunbatu

      De los cuadros puedo sentir la cercanía ciclópea de un paisaje sin fin, espacios de una soledad dramática y el tema de la confianza. En ese sentido, Mongolia es un país de una extraordinaria peculiaridad por su vasto tamaño y su rocosidad. En estas imagenes se relaciona la procedencia de cada uno con el sentido de hogar, de una forma directa, desaparenciendo de alguna manera juntos. Como la mirada fascinada de un niño vislumbrando un momento de calma en el mundo real, vibrante de nuevas visiones.

      Texto de Günter Uecker, Homenaje a Nashun Nashunbatu

      Salustiano

      Die Hauptthematik des spanischen Künstlers Salustiano ist das Portrait. Mit hoher ästhetischer Fertigkeit spielt der Künstler mit dem Auge des Betrachters, welchem er die faszinierend undurchdringlichen Blicke der von ihm portraitierten Charaktere gegenüberstellt und aussetzt. In oftmals über 60 Farbschichten arbeitet er die Gesichtszüge seiner teils androgyn wirkenden Protagonisten in feinster Präzision heraus. Diese sind stets vor einem einfarbigen oder weißen Hintergrund platziert und wirken - in beinahe manischer Eigenheit sich einem Vorgang geistiger oder physischer Art hingebend - von der Außenwelt getrennt und isoliert. Die mentale Versenkung oder auch instinktive Entschlossenheit und Kraft der Porträtieren, seien es auch zarte, junge Mädchen oder Buben, wird eindringlich spürbar.

      The main theme of Spanish artist Salustiano is the portrait. Highly aesthetically, the artist plays with the viewer's eye which he opposes and exposes the fascinating impenetrable glances of the characters he portrayes. Often in about 60 layers of paint he is carving out the facial features of his partly androgynous protagonists acting in finest precision. These are always placed against a plain or white background and seem – devoting themselves in almost manic peculiarity to mental or physical actions - isolated from the outside world. The intellectual immersion or instinctive decisiveness and power of the portrayed persons, wether they are delicate, young girls or boys, is strongly noticeable.

      El trabajo de Salustiano se centra ante todo en el retrato. Con un acabado extremadamente minucioso y estético, juega el artista con la propia mirada del espectador, la cual enfrenta con la penetrante casi desafiante mirada de sus retratados. Sus obras tienen de media unas 60 capas de pintura acrílica, que usa de fondo. De esta base va extrayendo con pintura al óleo los rasgos faciales de sus retratados, los cuales poseen muchas veces rasgos andróginos. El fondo monocromo, normalmente rojo, negro, blanco o rosa, hace que destaquen sus figuras dotándola de un aura genuina, aislándolas del mundo exterior. Salustiano, a su vez, juega con la mirada de sus retratados que miran muchas veces directamente al espectador, entrando en un dialogo directo con el público.

      Slava Seidel

      Die magischen Kompositionen der russischen Malerin Slava Seidel visualisieren eine Welt zwischen Wahrheit und Illusion. Ihre Zeichnungen in Sepiatusche zeigen surreale Szenen vor beeindruckender Architektur-Kulisse, die ein Gefühl von Schwindel, Spannung und Dynamik provozieren. Sogar in Verzerrung meistert die Künstlerin die Darstellung der komplexesten Architekturformen - trotz der anspruchsvollen Tuschetechnik, die keine späteren Korrekturen erlaubt. Seidels technische Präzision ist ebenso bemerkenswert wie ihr Talent zur Bildimagination, das uns in unbekannte, phantastische Realitäten entführt.

      Agnes Toth

      AGNES TOTHs Gemälde bestechen durch ihre formale Qualität – es sind Bilder voll unglaublicher Präzision und ohne sichtbare Pinselspuren auf der Leinwand. Ihre Werke konzentrieren sich dabei auf die einzigartigen Charaktere der Porträtierten. Die unvergleichliche Mischung aus gestochen scharfen Details und ruhigen Pastellfarben sowie das Fehlen tiefer Schatten und fester Konturen machen die Bilder im Stil unnachahmlich. Auch wenn von ihren Werken eine friedliche Stimmung ausgeht, fängt die Künstlerin Mimik und Emotionen hervorragend ein - fast hört der Betrachter die Figuren denken und sprechen. Die Arbeiten scheinen unfertig und fragmentarisch, doch gerade durch diese bewusste Inszenierung wird der Betrachter Teil eines stillen Gespräches zwischen der Künstlerin und den Porträtierten: Er wird dazu aufgefordert, die Leerstellen selbst zu füllen.

      Agnes Toth's paintings are refined, weightless juxtapositions, an assemblage of elegantly composed fragments, layers and details; all emerging from the artist's aspiration for aesthetics. The distinctness of Agnes Toth's paintings is the finest quality and the unique compositional method where she reveals highly detailed fragments appearing from the plain surface of the canvas. She uses emptiness and incompleteness as an integral part of the composition. Her attention to detail and the organically shaping forms directed her interest towards the idea of 'slow'. Her paintings create an atmosphere of timelessness and tranquillity, her aim is to slow down the viewer, and direct their attention towards an inner silence without traces of association to anything profane.

      Las pinturas de Agnes Toth son un aglomerado de capas, con una impresión de ligereza enorme de capas y detalles; todas emergiendo de la propia inspiración y conocimiento de la estética descontrolada de la artista. La peculiaridad de las pitnras de Toth son su impresionante calidad técnica asi como su original metodo de composición, donde revela fragmentos de enorme detalle que surgen de la superficie lisa del lienzo. Ella usa vacio e incompletud como parte integral de su estilo artístico. Su atención al detalle y las representadas formas orgánicas nos dirigen al interés de la artista por la lentitud. Sus pinturas generan una atmosfera atemporal y tranquialidad, su objetivo es relantizar al espectador, y dirigir su atención directamente al silencio interior, sin que haya ningún tipo de relación a cualquier objeto que estorbe.

      Danielle van Zadelhoff

      Im Jahr 2013 kaufte Danielle van Zadelhoff ihre erste Kamera und war von diesem Moment an von der Fotografie besessen. Die Kombination aus Fotografie und Faszination für die menschliche Psyche gibt ihren Werken eine unvergleichliche Stimmung, die niemanden unberührt lässt. Danielle van Zadelhoff verfügt über die Gabe Gefühle wiederzugeben, die jede Person das ganze Leben hindurch begleiten. In ihren Bildern spiegelt sich das volle Leben, Einsamkeit, Verletzlichkeit, Unschuld, die reinen Emotionen. Neben religiösen Bezügen gelingt es der Künstlerin auch eine historische Atmosphäre einzufangen. In ihren Bildern wird dies sichtbar durch ihre Liebe zum Detail und für Proportionen. Charakteristisch für van Zadelhoffs Arbeit ist auch der häufige Gebrauch von Claire-obscure, einer Technik, die besonders bei Malern in der Renaissance beliebt war.

Kunstwerke der Ausstellung

Mit Arbeiten von Craig Alan, Andrea Bender, Henning von Gierke, Matej Košir, Luciano Longo, Bas Meeuws, Medardus, Nashun Nashunbatu, Salustiano, Slava Seidel, Agnes Toth, Danielle van Zadelhoff