• Märchen
  • Über die Ausstellung
  • Märchen

    „Es war einmal…“ - jeder kennt die drei magischen Worte, die Einlass in das Reich der Märchen und Sagen gewähren. Folgen Sie uns in verschneite Landschaften und dichte Wälder, um einen Blick auf holde Prinzessinnen und furchtlose Helden zu erhaschen! Elf Künstler entführen Sie in unserer Ausstellung „Märchen“ mit ihren Gemälden, Zeichnungen und bizarren Skulpturen in verwunschene Welten.

    Wir laden Sie herzlich zur VERNISSAGE AM DO, den 14. NOV. 2013 UM 18 UHR ein.

    Neben bekannten Künstlern des Galerieprogramms stellt Jörg Heitsch in dieser Ausstellung auch zwei neue Künstler vor: Den symbolistischen Berliner Maler Bodo Rott sowie den international renommierten Künstler Victor Castillo, der für seine grotesken Gemälde die populäre Bildsprache der Cartoons und Comics nutzt. Ergänzt werden Castillos Arbeiten von Roman Kloneks farbenfrohen Holzschnitten und den satirischen Gemälden des Berliner Kultkünstlers Jim Avignon. Darüberhinaus zeigt die Ausstellung ein breites Spektrum künstlerischer Ausdrucksformen von klassischer bis hyperrealistischer Malerei, dreidimensional gedruckten Skulpturen von Moto Waganari oder Fotografien von Anke Eilergerhard, die sonst eher für ihre tortenartigen Silikonskulpturen bekannt ist. Was all diese Künstler verbindet? Sie alle locken uns auf ihre ganz eigene, unverwechselbare Weise in wundersame und märchenhafte Welten. Begeben Sie sich auf Entdeckungsreise, denn eines ist jetzt schon sicher – es wird eine sagenhafte Ausstellung!

    • Künstler der Ausstellung 
    • Jim Avignon

      Der schnelle Wechsel zwischen Sparten, Genres, Milieus und Kontexten ist Teil der künstlerischen Strategie Jim Avignons. Die Regeln des Kunstmarktes haben ihn noch nie interessiert, nur wenn es galt, sie zu brechen oder ironische Spielchen mit ihnen zu treiben. Gerne verwendet Avignon Billigmaterial und zerfetzt auch mal seine eigenen Werke, um sodann die Relikte an documenta-BesucherInnen zu verschenken. Seine fantastisch anmutenden, poppigen Bilder mit großen Farbflächen und klaren, schwarzen Umrisslinien sind Sittengemälde der Neuzeit.

      Andrea Bender

      Die großformatigen Gemälde von Andrea Bender, die bei Jörg Immendorff und Dieter Krieg in Düsseldorf studierte, entführen uns mit viel Sarkasmus und Ironie in die Abgründe der bürgerlichen Gesellschaft. Glamouröse Barockarchitekturen werden von seltsam unförmigen Putten bevölkert, die den Betrachter herausfordernd anschauen. Die androgynen Wesen lassen erahnen, dass die betörende Pracht und augenscheinliche Idylle der Szenerien trügen.

      Victor Castillo

      Inspiriert von Animationsfilmen und Illustrationen auf Schallplattencovern begann Victor Castillo im Alter von fünf Jahren obsessiv zu zeichnen. Bis heute ist die populäre Bildsprache der Cartoons und Comics charakteristisch für seine humorvoll-grotesken Gemälde. Aufgewachsen in Santiago de Chile reist Castillo für seine Ausstellungen inzwischen rund um den Globus. Großformatige Wandmalereien und Installationen konnte der Künstler im National Museum of Fine Arts in Santiago, im Museum of Mordern Art in Chiloe sowie im Center for Contemporary Culture in Barcelona realisieren. Aktuell lebt Victor Castillo in Los Angeles, USA.

      Anke Eilergerhard

      Anke Eilergerhard versteht es mit ihren fantastisch, absurden KITCHENPLASTICS unsere Seh-, Tast- und Geschmackssinne auf irritierende Art zu erregen. Die Berliner Künstlerin hinterfragt mit ihren üppigen Silikon-Objekten weibliche Klischees und besetzt mit ihren puristisch barocken Figuren eine einzigartige künstlerische Position. Ihre Werke springen ob ihrer waghalsigen Kompositionen oder ihrer taktil- und oft farbintensiv ausgestalteten Oberflächen sofort ins Auge. Denn ihr Thema ist Schönheit und alles was mit diesem höchst fragilen Phänomen assoziiert wird - Begierde, Liebe, Luxus, Übermaß, Verfall, Lust, Maßlosigkeit und Täuschung.

      Henning von Gierke

      Seit Jahren begeistert der Münchner Maler Henning von Gierke ein internationales Publikum mit seiner realistischen Malweise. Er hinterfragt in seinen Arbeiten unser Dasein im Kontext von Natur, Religion und Philosophie. Die klassischen Themen der Mythologie, des Christentums und der Religionen gehören ebenso zu seinem umfangreichen Oeuvre wie Portraits, Stillleben oder Interieurs. Nicht nur als Maler, auch als Regisseur und Bühnenbildner ist von Gierke weltweit gefragt. Für seine Filmausstattungen wurde er mit dem deutschen Filmpreis in Gold und dem silbernen Bären ausgezeichnet.

      Medardus

      Der Künstler Medardus, der mit vollem Namen Camille Medardus Hagner heißt, entwickelt seine Gemäldezyklen mittels Spurensuche in der Vergangenheit. Für seine Ölgemälde kombiniert der Künstler Motive historischer Gemälde oder Fotografien mit eigenen Bildimaginationen und Geschöpfen sowie zeitgenössischen Themenbereichen aus Technik oder Raumfahrt. Medardus erschafft ambivalente, fremdartige Bildräume in denen Mensch, Tier und Maschine zu zeitlosen Ansichten verschmelzen. Der Maler lebt und arbeitet in der Schweiz.

      Roman Klonek

      Roman Klonek repräsentiert in der zeitgenössischen Kunstszene, die von der Vielfalt der digitalen Möglichkeiten stark beeinflußt ist, als einer der herausragendsten Künstler die traditionelle Drucktechnik „Holzschnitt“. Betrachtet man Kloneks Werk, erkennt man rasch seine Vorliebe für sehr reduzierte Formen und oft tierähnliche Wesen, die zuweilen an die Geburtsstunde des Comics erinnern. Die Charaktere, die Kloneks Welt bevölkern, sind alles andere als Superhelden. Vielmehr könnte man sie als Versuchskaninchen bezeichnen, die im Labor des Zeichners auf ihre Bestimmung warten. Dieser hält die Fäden in der Hand, stellt seinen Protagonisten Fallen, legt Fettnäpfchen aus und beobachtet dann, gemeinsam mit dem Betrachter, was wohl passiert.

      Slava Seidel

      Die magischen Kompositionen der russischen Malerin Slava Seidel visualisieren eine Welt zwischen Wahrheit und Illusion. Ihre Zeichnungen in Sepiatusche zeigen surreale Szenen vor beeindruckender Architektur-Kulisse, die ein Gefühl von Schwindel, Spannung und Dynamik provozieren. Sogar in Verzerrung meistert die Künstlerin die Darstellung der komplexesten Architekturformen - trotz der anspruchsvollen Tuschetechnik, die keine späteren Korrekturen erlaubt. Seidels technische Präzision ist ebenso bemerkenswert wie ihr Talent zur Bildimagination, das uns in unbekannte, phantastische Realitäten entführt.

      Bodo Rott

      Als ein Alchemist der Farbe experimentiert Bodo Rott mit der Malerei, um die Gegensätze von räumlicher Illusion und Skizzenhaftigkeit gegeneinander auszuspielen. Viele seiner Gemälde wirken wie spontanes Kindergekritzel auf Schiefertafeln, wobei Übermalungen und Fehlstellen einen Teil der Erzählung wieder verschlucken. Hauptdarsteller seiner ratselhaften Bildgeschichten sind kindlich anmutende Gestalten mit gereiften Gesichtern. „Nichtkinderkinder“ wie Bodo Rott sie nennt, die das Fremde und Befremdliche in uns spiegeln. Der Künstler lebt und arbeitet in Berlin.

      Jorge Villalba

      Jorge Villalbas fesselnder Hyperrealismus und die altmeisterliche Perfektion seiner Maltechnik stellen nur die Phase einer ästhetischen Bewunderung seiner Kunst dar. Das Augenmerk richtet sich bald auf die Genialität seiner modernen Interpretationen von mythologischen und biblischen Themen, die eine tiefere Auseinandersetzung provozieren. Dem spanischen Maler gelingt es, die Kunstgeschichte neu zu erfinden, indem er bislang ungesehene Prototypen kreiert. Seine Kunst bleibt universell, da sie die unvergänglichen Fragen des Lebens und des Menschseins stellt.

      Moto Waganari

      Lutz Wagner aka Moto Waganari entwirft transparente Gitternetz-Skulpturen, die sich als schwerelose Körperhüllen vor dem Auge des Betrachters abzeichnen. Inszeniert als Lichtinstallationen werden die dreidimensionalen Figuren um ein zweidimensionales Schattenbild erweitert und erhalten ein immaterielles Alter Ego. Seine Wesen visualisieren eine surreale Parallelwelt, die voller Rätsel und Überraschungen steckt. Moto Waganaris raffinierte Kunstwerke bestechen durch formale Schönheit und filigrane Leichtigkeit.

Kunstwerke der Ausstellung

Mit Arbeiten von Jim Avignon, Andrea Bender, Victor Castillo, Anke Eilergerhard, Henning von Gierke, Medardus, Roman Klonek, Slava Seidel, Bodo Rott, Jorge Villalba, Moto Waganari