• DIRK SALZ: REFLEXIONEN
  • Über die Ausstellung
  • DIRK SALZ: REFLEXIONEN

    Die Heitsch Gallery präsentiert Neon Installationen, Malerei und Grafik-Editionen

    Die minimalistischen Werke von Dirk Salz reflektieren einerseits das eigene Ebenbild und lassen uns dann in imaginäre Räume und Welten abtauchen, rezeptionsästhetisch als die Reflexion des Betrachters auf dessen eigene Seh-Erfahrung. Signifikant sind ihre meist hochglänzenden Oberflächen, welche durch den Einsatz mehrschichtig aufgetragener, mit Pigmenten versehener Epoxidharze und die Versiegelung mit Polyurethanlack zustande kommen. Dadurch ergeben sich überlappende, sich überschneidende Farbflächen, mit feinen tonalen Abstufungen, die subtil mit den stets unterschiedlichen Lichtsituationen spielen.

    Als Special Guests werden die Op Art Künstler György Gáspár und Zsuzsanna Kóródi aus Ungarn präsentiert mit ausgewählten Objekten aus Glas.

    Lassen Sie sich überraschen.

    Sie und Ihre Begleitung sind herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

    • Künstler der Ausstellung 
    • Dirk Salz

      Dirk Salz arbeitet an Gemälden, deren auffälligstes Merkmal ihre hochglänzenden Oberflächen sind. Diese kommen durch den Einsatz mehrschichtig aufgetragener, mit Pigmenten versehener Epoxidharze und die Versiegelung mit Polyurethanlack zustande. Die Bilder von Dirk Salz zielen immer auf die Erfahrung der Zeitlichkeit des Sehens. Sie fordern einen aktiven Betrachter, der sich die Zeit nimmt, sich vor den sich zunächst verschließenden Arbeiten hin und her, vor und zurück zu bewegen, den Blick jeweils neu zu fokussieren, um sich so langsam ihre Komplexität zu erschließen. Reflexion ist bei diesen Arbeiten also in zweierlei Form im Spiel: optisch als die Spiegelungseigenschaft der Bildoberflächen, rezeptionsästhetisch als die Reflexion des Betrachters auf seine eigene Seh-Erfahrung.

      Zsuzsanna Kóródi

      "Ich denke immer in Schichten. Die Schichten rufen parallele und senkrechte Bilder hervor, die sich sowohl in Raum als auch in Zeit bewegen und durch einen sich wiederholenden Rhythmus gekennzeichnet sind. In meinen Skulpturen und Bildern entsteht das visuelle Bild, die Bewegung oder Geometrie des Lichts immer zwischen zwei solchen Schichten in einem bestimmten Abstand voneinander. Ich arbeite mit handwerklichen, industriellen und digitalen Technologien. Ich kombiniere diese, um die zarten Kontraste hervorzubringen, die mir helfen, ein bestimmtes Problem zu erkennen. Ich interessiere mich vor allem für monochrome Flächenformen und in letzter Zeit für Farbübergänge. Aus Glasstäben fertige ich durch Schneiden, Polieren und Kleben hochskalierte Linsenrasterbilder. Das sind Bilder, die mittels winziger optischer Linsen oder Prismen einen dreidimensionalen Eindruck erzeugten. Das Glasrelief gibt mir die Möglichkeit, mehrere Phasen des gleichen Bildes wie bei einer Animation zu erhalten. Das Bild bewegt sich und verändert sich mit dem Betrachter und das nicht nur in zwei Richtungen. Wenn Sie sich vor das Bild stellen und immer näher kommen, werden Sie immer mehr Farben sehen. Ich benutzte Quadrate und Rechtecke, um die Pixel eines Bildschirms mit lebendigen Farben zu visualisieren. Ich spiele mit der „Auflösung“ der Pixel um die Komposition zu konstruieren. Die Farben nebeneinander erzeugen optisch gemischte Farben wie im Pointillismus."

      György Gáspár

      György Gáspárs Werk kann mit dekonstruktiver Architektur in Verbindung gebracht werden. Fragmente von skulpturalen Formen sind erkennbar, die an ein mathematisches System erinnern. Auf eine bestimmte Weise scheint sich das organischen Netz aus präzisen geometrischen Linien und Elementen im Inneren des Glases auszudehnen.
      Tiefe psychische Erfahrungen werden möglich. In einem komplizierten Prozess schichtet der Künstler verschieden bemalte transparente Glasscheiben aufeinander und lässt so seine Glasskulpturen entstehen. Der klassische Charakter des Glases, sein Glanz und seine imposante Erscheinung spielen hierbei weniger eine Rolle. Sein Fokus auf Dekonstruktion macht sich im starken Kontrast zwischen der äußerlichen Form und dem inneren System bemerkbar. Gáspár überwindet nicht nur die traditionellen bildhauerische Prinzipien indem er auf architektonische Disziplinen setzt, sondern er untersucht die Grenze zwischen Bild und Skulptur.