in Ogrosen/Vetschau und Offenbach/Main
Mit seinen aktuellen Arbeiten skizziert Oliver Raszewski eine Übersicht der Differenziertheit des Feldes der ungegenständlichen Kunst. Die simple Polarisierung von 'gegenständlich' und 'abstrakt' ist in Zeiten der elektronischen Bilderzeugung obsolet geworden.
'abstrakt', 'absolut', 'ornamental', 'konstruktiv', 'konkret'; die fünf Ordnungen des modernen Verhältnisses von Bildautonomie und Wirklichkeit bekommen mit Blick auf die heutige Simulationstechnologie eine neue Bedeutung. Im Zusammenhang mit der ornamentalen Abstraktion scheint es nicht mehr sinnvoll, zwischen gegenständlichen und ungegenständlichen Formationen so zu unterscheiden, wie vordem zwischen Mimesis und Abstraktion. Beides kann gleich "wirklich" sein. Was neu ist, sind die Hilfsmittel. Die abstrakte Kunst ist konkret. In den Grenzen der bildnerischen Mittel erschafft sich eine eigene Realität. Es ist angezeigt, die skeptische Frage, ob wir uns mit der computergestützten „digital art“ wirklich in einer Phase künstlerischer Neuerung" befinden, zu bejahen.

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